Was heißt Coaching? Mit Checkliste, um nicht auf falsche Versprechen hereinzufallen

10.8.2021
/
8 Min.

Was heißt Coaching?

Mit Checkliste, um nicht auf falsche Versprechen hereinzufallen

„Ich habe einen Coach.“ Antwort: „Eeeecht? Wieso, was ist denn nicht in Ordnung? Bist du krank?“

Es gibt immer noch viele falsche Vorstellungen zum Thema Coaching. Das liegt zum einen daran, dass dieser Begriff wild für alle möglichen Bereiche verwendet wird. Der Begriff ist nicht gesetzlich geschützt und so kann sich mal jeder versuchen. Das macht es für alle schwierig. Für uns Coaches, die mit denen in einen Topf geworfen werden. Aber auch – und das finde ich viel schlimmer – für Leute, die Unterstützung suche, sich jemanden anvertrauen und dann auf falsche Versprechen hereinfallen. Deshalb möchte ich hier mal klarstellen, was Coaching tatsächlich ist. Was es nicht ist und wie du überprüfen kannst, ob ein Coach überhaupt kompetent ist.

Was ist Coaching nicht?

Da fange ich mal anders an: Was ist Coaching nicht? Coaching ist keine Therapie. Personen mit psychischen Krankheiten oder Suchterkrankungen sind kein Fall für einen Coach. Sie sollten sich an einen ausgebildeten Therapeuten oder an einen Arzt wenden. Damit ist klar: Coaching wendet sich an gesunde Personen.

Was bedeutet das Wort Coaching?

Das Wort „Coach“ ist in der englischen Sprache seit 1556 nachgewiesen und bedeutet ursprünglich „Kutsche“. Seit 1848 wurden private Lehrer und Anleiter für Studenten als Coach bezeichnet.

Damit ist ein Coach eine Art Prozessbegleiter, und Coaching ist die professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Personen, die ein festgelegtes Ziel erreichen möchten. Heute wird Coaching häufig mit „trainieren“ und „betreuen“ übersetzt.

Wie funktioniert Coaching?

Inhaltlich ist Coaching eine Kombination aus individueller Unterstützung zur Bewältigung verschiedener Anliegen und persönlicher Beratung. In einem Coachingprozess wird die Klientin angeregt, eigene Lösungen zu entwickeln. Der Coach ermöglicht das Erkennen von Problemursachen und von Lösungsmöglichkeiten.

Der Coach soll die Klientin dazu befähigen, ihre eigenen Lösungen zu finden. So kann sie nicht nur das angestrebte Ziel erreichen, sie lernt gleichzeitig mit künftigen Problemen leichter umzugehen. Damit Coaching eine Hilfe zur Selbsthilfe.

Was ist für ein erfolgreiches Coaching notwendig?

Wer etwas Neues erreichen möchte, muss sich verändern. Das bedeutet natürlich nicht, dass vorher alles falsch war. Ganz im Gegenteil, oft sind es die kleinen Veränderungen, die den größten Nutzen bringen.

Es geht darum, sich als Person weiterzuentwickeln und um die Veränderung von Verhaltensweisen. Daher sind Veränderungswille und Lernbereitschaft maßgeblich für ein erfolgreiches Coaching.  

Woran erkenne ich einen guten Coach?

Coach ist kein geschützter Begriff. Tatsächlich kann sich fast jeder Coach nennen. Umso wichtiger ist es, Kriterien zu kennen, die einen guten Coach von Blendern unterscheidet.

In dieser Checkliste findest du Fragen und Hinweise, die es dir ermöglichen, eine gute Wahl zu treffen. Überprüfe die folgenden Punkte und spreche die Person darauf an, die dich eventuell begleiten und coachen soll. Kann sie dir Antworten geben? Hast du ein gutes Gefühl oder fehlt dir noch etwas? Wenn die Chemie und die Vertrauensbasis zwischen Coach und Klient nicht stimmen, wird ein Coaching niemals erfolgreich sein. Es lohnt sich also, sich vorher zu erkundigen, um sich ein Bild machen zu können.

1. Kompetenz erfragen

Welche fachliche Qualifikation kann der Coach vorweisen? Über welche berufliche Erfahrung verfügt er oder sie?

2. Spezialisierung und Weiterbildung

Ein „Ich kann alles.“, oder „Ich helfe jeden.“, ist wenig vertrauenserweckend. Stell dir vor, du möchtest ein Haus bauen. Jetzt erhältst du ein Angebot von einer Person die behauptet: „Ich kann das. Ich gieße dir das Fundament, verlege alle Stromleitungen, schließe die Gasheizung an und tapeziere alle Wände.“ Würdest du ihm den Auftrag erteilen? Oder suchst du dir lieber jeweils einen Maurer, einen Elektriker, einen Maler und jemanden, der sich mit Gasanschlüssen auskennt?

3. Möglichkeit zum Kennenlernen

Coaching ist ein sehr persönlicher und individueller Prozess. Und es ist wie sonst auch im Leben, mit einer Person kommt man gut klar, mit der andere nicht. Das ist ganz natürlich und in Ordnung. Ein guter Coach bietet dir an, dass vor Beginn abzuklären.

4. Professionelles Setting

Hast du das Gefühl, das Coaching findet mal eben schnell zwischen Tür und Angel statt oder nimmt sich dein Coach Zeit für dich? Nimmt er oder sie dich ernst und weiß dein Coach noch, was ihr in der letzten Coachingstunde besprochen habt?

5. Vertrag

Schließt ihr vor Beginn einen Vertrag ab, in dem die Rahmenbedingungen, der Umfang und die Leistungen aufgeführt sind? Ist sichergestellt, dass der Vertrag jederzeit von beiden Seiten gekündigt werden kann?

6. Unterstützung

Wie gestaltet der Coach die Beziehung zum Klienten/ zu dir? Nimmt er die Probleme wahr? Hilft der Prozess, die eigene Situation besser zu verstehen? Gibt es Anstöße für eigenes Denken und Handeln?

Achtung: Glaube keinem Coach der verspricht: Halte dich an die fünf Punkte und schon sind alle Probleme gelöst. Wenn das jemals funktioniert hätte, gäbe es diese Probleme nicht mehr. Solche Versprechen sind unseriös.

Damit hast du gute Anhaltspunkte, eine Person zu finden, die dich auf deinem Weg professionell und erfolgreich begleitet.

Es ist immer ein Zeichen von Stärke, wenn man sich Unterstützung sucht. Wir können nicht alles allein hinbekommen. Ehrlich, das geht nicht. Auch ich arbeite immer mal wieder mit einem Coach. Denn auch ich möchte mich weiterentwickeln, mir das Leben leichter machen und brauche manchmal Unterstützung. Es ist so in der Natur: Was lebt, das wächst.

Alles Liebe für dich, deine Petra

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Petra Baron

Ohne den festen Willen, dass es meinen Kindern mal besser gehen soll und dass sie glücklich werden, hätte ich nicht so viel gelernt. Erst jetzt verstehe ich, dass meine Eltern mir vielleicht gerne gezeigt hätten, wie ich glücklich werde, es aber selber nicht wussten. Und das sollte sich nicht wiederholen.

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