Du möchtest ein Buch veröffentlichen und stehst irgendwann vor der Frage: Schreibe ich es selbst oder lasse ich es von einem Ghostwriter schreiben?
Auf den ersten Blick scheint die Entscheidung einfach.
Wenn Du gerne schreibst, schreibst Du selbst. Wenn Dir die Zeit fehlt, beauftragst Du einen Ghostwriter.
Ganz so einfach ist es nicht. Denn ein Buchprojekt besteht aus weit mehr als dem eigentlichen Schreiben.
Du musst entscheiden, welches Buch entstehen soll, Inhalte auswählen, Wissen sortieren, Beispiele finden, Zusammenhänge erklären, Kapitel entwickeln und immer wieder prüfen, ob Dein Leser Deinem Gedankengang folgen kann.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wer schreibt die Sätze?
Sondern: Welche Teile dieses Buchprojekts möchtest und kannst Du selbst übernehmen?
Du möchtest ein Buch veröffentlichen und stehst irgendwann vor der Frage: Schreibe ich es selbst oder lasse ich es von einem Ghostwriter schreiben?
Auf den ersten Blick scheint die Entscheidung einfach.
Wenn Du gerne schreibst, schreibst Du selbst. Wenn Dir die Zeit fehlt, beauftragst Du einen Ghostwriter.
Ganz so einfach ist es nicht. Denn ein Buchprojekt besteht aus weit mehr als dem eigentlichen Schreiben.
Du musst entscheiden, welches Buch entstehen soll, Inhalte auswählen, Wissen sortieren, Beispiele finden, Zusammenhänge erklären, Kapitel entwickeln und immer wieder prüfen, ob Dein Leser Deinem Gedankengang folgen kann.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Wer schreibt die Sätze?
Sondern: Welche Teile dieses Buchprojekts möchtest und kannst Du selbst übernehmen?

Wann solltest Du Dein Buch selbst schreiben?
Es gibt gute Gründe, das eigene Expertenbuch selbst zu schreiben.
Der wichtigste ist für mich nicht das Geld.
Es ist der Wunsch, selbst Autorin oder Autor dieses Textes zu sein.
Vielleicht schreibst Du gerne. Vielleicht möchtest Du Deine Gedanken während des Schreibens weiterentwickeln. Vielleicht reizt Dich genau diese intensive Auseinandersetzung mit Deinem eigenen Wissen.
Dann kann das Selbstschreiben der richtige Weg sein.
Selbst schreiben passt besonders gut, wenn Du ...
- gerne mit Sprache arbeitest,
- regelmäßig Zeit für Dein Manuskript reservieren kannst,
- bereit bist, Schreiben tatsächlich zu lernen,
- auch längere Überarbeitungsphasen nicht scheust,
- und den Schreibprozess selbst erleben möchtest.
Denn selbst schreiben bedeutet nicht nur, Dein Wissen aufzuschreiben.
Du musst daraus einen Text machen, den ein anderer Mensch verstehen und gerne lesen kann.
Das ist eine eigene Arbeit.
- gerne mit Sprache arbeitest,
- regelmäßig Zeit für Dein Manuskript reservieren kannst,
- bereit bist, Schreiben tatsächlich zu lernen,
- auch längere Überarbeitungsphasen nicht scheust,
- und den Schreibprozess selbst erleben möchtest.
Denn selbst schreiben bedeutet nicht nur, Dein Wissen aufzuschreiben.
Du musst daraus einen Text machen, den ein anderer Mensch verstehen und gerne lesen kann.
Das ist eine eigene Arbeit.
Fachlich gut sein und gut schreiben sind zwei verschiedene Dinge
Das wird bei Expertenbüchern leicht unterschätzt.
Du kannst seit zwanzig Jahren hervorragende Arbeit leisten und trotzdem Schwierigkeiten haben, daraus ein gutes Buch zu machen.
Das sagt nichts über Deine fachliche Kompetenz aus.
Nehmen wir eine erfahrene Unternehmensberaterin.
Im Gespräch erkennt sie innerhalb weniger Minuten, warum ein Veränderungsprojekt ins Stocken geraten ist. Sie stellt die richtigen Fragen, erkennt Muster und kann sehr schnell entscheiden, wo sie ansetzen würde.
Beim Schreiben passiert dann etwas anderes.
Sie schreibt:
Zunächst müssen die relevanten Widerstände im Unternehmen identifiziert werden.
Für sie ist völlig klar, wie das geht.
Für ihren Leser möglicherweise überhaupt nicht.
Er braucht die Zwischenschritte, die in ihrem Kopf längst automatisch ablaufen.
Genau darin liegt eine der Herausforderungen beim Selbstschreiben:
Du musst Dein eigenes Denken von außen betrachten können.
Wie Du Fachwissen so aufbereitest, dass Dein Leser Deine Gedankengänge tatsächlich nachvollziehen kann, zeige ich in „Expertenbuch verständlich schreiben: Wie Du Fachwissen für Leser übersetzt“.
Wann kann Ghostwriting die bessere Entscheidung sein?
Ghostwriting kann sinnvoll sein, wenn Du das Buch möchtest, aber das Manuskript nicht selbst schreiben willst.
Das ist ein Unterschied zu:
„Ich kann nicht schreiben.“
Vielleicht kannst Du sehr wohl schreiben.
Du möchtest aber nicht Hunderte Stunden damit verbringen, ein komplettes Buchmanuskript zu entwickeln, zu schreiben und zu überarbeiten.
Oder Dein Wissen entsteht vor allem im Gespräch.
Du kannst zwei Stunden über Dein Fachgebiet sprechen, konkrete Fälle analysieren und Zusammenhänge erklären. Vor einer leeren Seite passiert dagegen wenig.
Dann kann ein guter Interviewprozess wesentlich besser zu Dir passen. Wie aus Interviews, Deinem Material und Deiner Expertise ein Manuskript entsteht, das trotzdem nach Dir klingt, zeige ich in „Ghostwriting für Unternehmer: So entsteht ein Buch, das klingt wie Du“.
Ghostwriting kann besonders sinnvoll sein, wenn ...
- Du ein Buch möchtest, aber nicht selbst Autor des Manuskripts sein musst,
- Deine Zeit an anderer Stelle wertvoller eingesetzt ist,
- Du Deine Gedanken mündlich sehr gut entwickeln kannst,
- Du fachlich intensiv mitarbeiten möchtest, aber die Schreibarbeit abgeben willst,
- oder Du ein professionelles Manuskript möchtest und weißt, dass Du den Schreibprozess selbst nicht übernehmen wirst.
Das ist keine schlechtere Form der Autorschaft.
Es ist eine andere Aufgabenverteilung.
Was Ghostwriting Dir nicht abnimmt
Zumindest sollte professionelles Ghostwriting nicht so funktionieren.
Der Ghostwriter kann schreiben, strukturieren, nachfragen, verdichten und Zusammenhänge sichtbar machen.
Deine Expertise kann er nicht ersetzen.
Du musst weiterhin Entscheidungen treffen.
Du musst für Interviews zur Verfügung stehen.
Du musst fachliche Aussagen prüfen.
Du musst sagen können:
„Ja, genau das meine ich.“
Oder:
„Nein. Das klingt zwar gut, aber fachlich sehe ich das anders.“
Ghostwriting spart Schreibarbeit.
Es ersetzt nicht Deine Beteiligung am Buch.
Ist selbst schreiben wirklich günstiger?
Finanziell zunächst meistens ja.
Professionelles Ghostwriting ist eine erhebliche Investition.
Beim Selbstschreiben entsteht dagegen kein Ghostwriting-Honorar.
Trotzdem würde ich die Rechnung nicht bei null Euro beginnen.
Deine Zeit hat ebenfalls einen Wert.
Wenn Du beispielsweise über Monate jede Woche mehrere Stunden an Deinem Buch arbeitest, sind das Stunden, in denen Du keine Kunden betreust, keine Aufträge ausführst oder andere Aufgaben in Deinem Unternehmen übernimmst.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Ghostwriting wirtschaftlicher ist.
Aber für eine vernünftige Entscheidung solltest Du Geld und eigene Zeit betrachten. Woraus sich die Investition für ein professionelles Buchprojekt zusammensetzt, erkläre ich in „Was kostet Ghostwriting? Kosten für ein professionelles Buch“.
Ist ein selbst geschriebenes Buch automatisch authentischer?
Nein.
Das halte ich für einen der hartnäckigsten Irrtümer bei dieser Entscheidung.
Ein selbst geschriebenes Buch kann sehr persönlich klingen.
Es kann aber genauso gut steif, künstlich oder völlig anders klingen als der Mensch, der es geschrieben hat.
Und ein professionell ghostgewritetes Buch kann die Haltung und Denkweise seines Autors sehr präzise transportieren.
Authentizität hängt deshalb nicht allein davon ab, wer die Tastatur bedient.
Entscheidend ist, ob im Text Deine Gedanken, Erfahrungen, Beispiele, fachlichen Entscheidungen und Deine Haltung erkennbar sind.
Ein guter Ghostwriter muss genau das herausarbeiten.
Drei Situationen, drei unterschiedliche Entscheidungen
Situation 1: Du willst unbedingt selbst schreiben
Du hast schon lange den Wunsch, ein eigenes Buch zu schreiben. Nicht nur ein Buch zu besitzen.
Du hast Freude an Sprache und möchtest diesen Prozess selbst erleben.
Dann würde ich Dir nicht zum Ghostwriting raten, nur weil es möglicherweise schneller geht.
Du würdest einen wichtigen Teil Deines eigentlichen Ziels abgeben.
Situation 2: Du willst das Buch, aber nicht den Schreibprozess
Du möchtest Dein Wissen in einem Buch verfügbar machen und hast eine klare Vorstellung davon, warum dieses Buch für Dein Business wichtig ist.
Aber der Gedanke, monatelang selbst am Manuskript zu sitzen, begeistert Dich überhaupt nicht.
Dann würde ich Ghostwriting ernsthaft prüfen.
Situation 3: Du möchtest selbst schreiben, kommst aber nicht voran
Das ist für mich die interessanteste Zwischenposition.
Vielleicht brauchst Du gar keinen Ghostwriter.
Vielleicht fehlt Deinem Projekt zunächst eine klare Buchstrategie.
Wenn nicht geklärt ist, für wen Du schreibst, was in das Buch gehört und welchen Weg Dein Leser darin nehmen soll, löst ein Ghostwriter dieses strategische Problem nicht automatisch.
Möglicherweise brauchst Du zuerst Klarheit über Dein Buch und kannst anschließend sehr gut selbst schreiben. Welche Entscheidungen dafür vor dem ersten Kapitel geklärt sein sollten, zeige ich in „Expertenbuch schreiben: Was vor dem ersten Kapitel entschieden sein muss“.
Ghostwriting oder selbst schreiben: Die wichtigsten Fragen
Wenn Du zwischen beiden Wegen schwankst, würde ich mir nicht zuerst eine klassische Pro-und-Contra-Liste machen.
Ich würde diese Fragen beantworten:
1. Möchte ich selbst schreiben oder möchte ich vor allem dieses Buch haben?
Das ist für mich die wichtigste Frage.
2. Arbeite ich gerne über längere Zeit an Texten?
Ein paar gute LinkedIn-Posts zu schreiben ist etwas anderes als ein komplettes Manuskript zu entwickeln.
3. Kann ich realistisch Zeit für das Schreiben reservieren?
Nicht theoretisch irgendwann, sondern regelmäßig über einen längeren Zeitraum.
4. Wie gut kann ich meine Expertise für einen Leser aufbereiten?
Fachwissen und Vermittlungskompetenz sind nicht dasselbe.
5. Wie wichtig ist mir die Erfahrung, das Manuskript selbst geschrieben zu haben?
Wenn genau das zu Deinem Buchwunsch gehört, ist diese Antwort entscheidend.
6. Bin ich bereit, Geld zu investieren, um einen großen Teil der Schreibarbeit abzugeben?
Professionelles Ghostwriting ist keine kleine Zusatzleistung.
7. Bin ich trotzdem bereit, intensiv an meinem Buch mitzuwirken?
Wenn Du auch dazu keine Zeit oder Lust hast, wird Ghostwriting schwierig.
Es gibt mehr als zwei Möglichkeiten
Du musst Dich übrigens nicht zwingend zwischen
„Ich mache alles allein“ und
„Ein Ghostwriter schreibt mein komplettes Buch“ entscheiden.
Vielleicht möchtest Du selbst schreiben, brauchst aber vorher Unterstützung bei Thema, Leser, Struktur und Bucharchitektur.
Vielleicht steht das Manuskript bereits und Du brauchst ein professionelles Lektorat.
Vielleicht möchtest Du einzelne Teile gemeinsam entwickeln.
Oder Du stellst während der Buchstrategie fest, dass Ghostwriting für Dich doch sinnvoller ist als ursprünglich gedacht.
Die entscheidende Frage ist deshalb:
An welcher Stelle brauchst Du Unterstützung?
Nicht jedes Problem beim Buchschreiben ist ein Ghostwriting-Problem.
Eine einfache Entscheidungshilfe
Schreibe selbst, wenn Du nicht nur das fertige Buch möchtest, sondern auch selbst schreiben willst und bereit bist, dafür Zeit und Arbeit zu investieren.
Prüfe Ghostwriting, wenn Du Dein Wissen und Deine Haltung in einem Buch veröffentlichen möchtest, die eigentliche Manuskriptarbeit aber bewusst an einen Profi abgeben willst.
Beginne mit der Buchstrategie, wenn Du noch gar nicht sicher weißt, welches Buch aus Deinem Wissen entstehen soll.
Diese drei Situationen würde ich klar voneinander trennen.
Denn ein Ghostwriter kann Dir Schreibarbeit abnehmen.
Er sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass vorher eine ganz andere Frage geklärt werden muss:
Welches Buch soll überhaupt entstehen?
Häufige Fragen zu Ghostwriting oder selbst schreiben
Ist Ghostwriting besser als selbst schreiben?
Nein. Beide Wege können zu einem sehr guten Buch führen. Entscheidend ist, welche Aufgaben Du selbst übernehmen möchtest, welche Fähigkeiten und Zeit Du mitbringst und was Du von Deinem Buchprojekt erwartest.
Ist ein Ghostwriting-Buch weniger authentisch?
Nicht zwangsläufig. Bei professionellem Ghostwriting werden Wissen, Erfahrungen, Haltung und Denkweise des Autors intensiv herausgearbeitet. Ein gutes Manuskript sollte deshalb zum Autor passen und nicht nach dem Ghostwriter klingen.
Wie viel Arbeit habe ich mit einem Ghostwriter noch?
Auch beim Ghostwriting musst Du Zeit einplanen. Dazu gehören beispielsweise Interviews, die Bereitstellung von Materialien, fachliche Rückfragen und Feedback zum Manuskript. Du gibst die Schreibarbeit ab, nicht die Verantwortung für den Inhalt.
Ist Ghostwriting schneller als selbst schreiben?
Das kann der Fall sein, lässt sich aber nicht pauschal sagen. Umfang, Vorbereitung, Interviewbedarf, Abstimmungen und Überarbeitung beeinflussen die Dauer eines Ghostwriting-Projekts.
Was mache ich, wenn ich selbst schreiben möchte, aber nicht weiß, wie ich anfangen soll?
Dann brauchst Du möglicherweise keinen Ghostwriter, sondern zunächst eine klare Buchstrategie. Wenn Thema, Leser, Inhalt und Leserweg geklärt sind, lässt sich wesentlich besser entscheiden, wie Du anschließend weitermachst.
Welcher Weg passt zu Deinem Buch?
Wenn Du noch nicht weißt, ob Du Dein Buch selbst schreiben oder die Manuskriptarbeit abgeben möchtest, würde ich zuerst klären, was Du selbst übernehmen willst und wobei Du tatsächlich Unterstützung brauchst.
Für die strategische Grundlage gibt es die Buchstrategie Intensiv.
Wenn Du die Manuskriptarbeit vollständig abgeben möchtest, findest Du weitere Informationen auf meiner Seite zum Ghostwriting.