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Petra Baron | Buchstrategie & Ghostwriting

Glossar für Expertenbuch und Selfpublishing

Du willst dein Buch schreiben, veröffentlichen oder vermarkten 
und stolperst dabei über Begriffe wie Selfpublishing, KDP, ISBN oder Exposé?

In diesem Glossar findest du die wichtigsten Fachbegriffe rund ums Buch schreiben, 
Expertenbuch veröffentlichen und Buchmarketing – klar erklärt, praxisnah und verständlich.

Ob du über Amazon KDP dein erstes Buch im Selfpublishing herausbringen willst, 

dein Exposé für einen Verlag schreibst oder die Unterschiede zwischen 

Lektorat und Korrektorat verstehen möchtest: Hier bekommst du Antworten, 

ohne Fachchinesisch.


Jeder Eintrag zeigt dir nicht nur die Definition, sondern auch, 

warum der Begriff für dein eigenes Expertenbuch entscheidend ist Begriff

für dein eigenes Expertenbuch entscheidend ist und wie du ihn im 

Schreib- oder Veröffentlichungsprozess nutzen kannst.

​Von Expertenbuch bis Beta-Leser:  die wichtigsten Buchbegriffe erklärt

​Expertenbuch

Definition:


Ein Expertenbuch ist ein Sachbuch, in dem Du Deine fachliche Expertise so aufbereitest, dass Leser ein konkretes Problem besser verstehen, Entscheidungen treffen oder einen nächsten Schritt gehen können.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel von Deinem Wissen in einem Buch unterzubringen. Entscheidend ist, welches Wissen dieser Leser für seinen Weg tatsächlich braucht.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Viele Expertinnen und Experten haben über Jahre enormes Wissen gesammelt: Erfahrungen aus der Praxis, eigene Methoden, Beispiele, Modelle, Vorträge, Workshops oder Fachartikel.

Das alles ist wertvolles Material. Aber noch kein Buch.


Ein Expertenbuch braucht eine klare Auswahl und eine nachvollziehbare Führung. Der Leser sollte verstehen, wo er gerade steht, was für ihn wichtig ist und wie die einzelnen Kapitel aufeinander aufbauen.


Deshalb ist ein Expertenbuch für mich kein Archiv Deiner Expertise. Es ist ein Weg für Deinen Leser.


Deine Expertise entscheidet darüber, was Du fachlich beitragen kannst. Die Buchstrategie entscheidet, was davon in genau dieses Buch gehört und in welcher Reihenfolge der Leser es braucht.


Beispiel:


Eine Unternehmensberaterin könnte problemlos ein Buch über Führung, Kommunikation, Konflikte, Veränderungsprozesse und Teamentwicklung schreiben. Für ihr Expertenbuch entscheidet sie sich aber für Führungskräfte, die immer wieder in festgefahrene Teamkonflikte geraten.


Damit verändert sich die Frage. Sie muss nicht mehr überlegen, was sie alles über Führung weiß. Sie muss entscheiden, was diese Führungskraft verstehen und können muss, um mit solchen Konflikten anders umzugehen.


Genau daraus entsteht die Grenze ihres Buches.


Weiterführend


Welche Entscheidungen Du dafür treffen solltest, bevor Du mit dem ersten Kapitel beginnst, zeige ich in „Expertenbuch schreiben: Was vor dem ersten Kapitel entschieden sein muss“.



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​Buchstrategie

Definition:


Eine Buchstrategie legt die grundlegenden Entscheidungen für ein Buch fest, bevor die eigentliche Schreibarbeit beginnt. Sie klärt, für wen das Buch geschrieben wird, welches Problem oder welche Frage es behandelt, welche Veränderung für den Leser möglich werden soll und welche Inhalte dafür tatsächlich gebraucht werden.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Gerade bei einem Expertenbuch ist die Herausforderung häufig nicht, zu wenig Inhalt zu haben. Meist ist das Gegenteil der Fall.


Du hast Erfahrungen, Methoden, Beispiele, Fachwissen, vielleicht Vorträge, Workshops und bereits veröffentlichte Inhalte. Eine Buchstrategie hilft Dir zu entscheiden, was davon in dieses eine Buch gehört und was draußen bleibt.


Dazu gehört auch der Leserweg: Wo steht Dein Leser am Anfang? Was muss er zuerst verstehen? Welche nächsten Schritte braucht er? Und wie müssen die Kapitel aufeinander aufbauen, damit daraus ein Buch und keine Sammlung einzelner Fachtexte entsteht?


Die Buchstrategie wird damit zum Bauplan für das Buch. Sie gibt Dir eine Grundlage für Struktur und Schreiben, ohne jedes Detail des späteren Manuskripts vorwegzunehmen.


Beispiel:


Eine Beraterin möchte ein Buch über Führung schreiben. Material hätte sie für mehrere Bücher.

In der Buchstrategie entscheidet sie, dass sich dieses Buch an neue Führungskräfte richtet, die fachlich sehr sicher sind, aber Schwierigkeiten mit ihrer neuen Rolle haben. Sie legt fest, wo diese Leser zu Beginn stehen, welche Entwicklung das Buch ermöglichen soll und welche Themen sie dafür brauchen.


Damit wird aus „Ich schreibe ein Buch über Führung“ ein konkretes Buchprojekt mit einer klaren Grenze und einem nachvollziehbaren Leserweg.


Weiterführend


Wenn Du diese Entscheidungen nicht allein treffen möchtest, findest Du hier mehr über meine Buchstrategie Intensiv.


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​Zielgruppe eines Expertenbuchs

Definition:


Die Zielgruppe eines Expertenbuchs beschreibt die Menschen, für die das Buch geschrieben wird. Entscheidend sind dabei nicht nur Merkmale wie Beruf, Alter oder Branche, sondern vor allem ihre konkrete Situation: Wo stehen diese Leser, welches Problem beschäftigt sie und was müssen sie verstehen oder verändern können?


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


„Selbstständige“, „Führungskräfte“ oder „Unternehmerinnen“ können als erste Beschreibung hilfreich sein. Für die Planung eines Buches reichen solche Angaben meistens nicht aus.


Zwei Menschen aus derselben beruflichen Zielgruppe können an völlig unterschiedlichen Punkten stehen und deshalb ganz andere Informationen benötigen.


Für Dein Expertenbuch musst Du deshalb genauer hinschauen:


Was weiß Dein Leser bereits?
Was hat er vielleicht schon ausprobiert?
Wo kommt er nicht weiter?
Welche Fragen stellt er sich gerade?


Und was muss im Buch passieren, damit er den nächsten Schritt gehen kann?


Je genauer dieser Leserstandort beschrieben ist, desto leichter kannst Du entscheiden, welche Inhalte ins Buch gehören, welche Du voraussetzen kannst und welche Dein Leser nicht braucht.


Beispiel:


Eine Beraterin möchte ein Buch für Selbstständige schreiben, die Schwierigkeiten mit ihrer Positionierung haben.


Das ist noch sehr weit gefasst.


Für ihr Buch entscheidet sie sich schließlich für erfahrene Selbstständige, die bereits Kunden und ein funktionierendes Angebot haben, aber mit ihrer bisherigen Positionierung zu viele unterschiedliche Leistungen erklären müssen.


Jetzt kann sie viel genauer entscheiden, welche Fragen dieses Buch beantworten muss und welche Themen für diesen Leser gar nicht relevant sind.


Weiterführend


Wie Du diese Leser genauer bestimmst, zeige ich in „Wie du die richtige Zielgruppe für dein Buch findest“.

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​Leserweg

Definition:


Der Leserweg beschreibt die gedankliche Entwicklung, die ein Leser beim Lesen eines Buches durchläuft. Er beginnt bei der Frage, wo der Leser zu Beginn steht, und führt zu dem Punkt, den er mithilfe des Buches erreichen soll.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Ein Expertenbuch entsteht nicht dadurch, dass Du Dein Wissen in eine sinnvolle Reihenfolge bringst.


Die entscheidende Frage lautet vielmehr: In welcher Reihenfolge braucht Dein Leser dieses Wissen?

Vielleicht muss er zunächst ein Problem anders verstehen, bevor eine Lösung für ihn überhaupt sinnvoll wird. Vielleicht braucht er ein Entscheidungskriterium, bevor Du ihm verschiedene Möglichkeiten zeigst. Oder er muss einen typischen Denkfehler erkennen, bevor er mit einer Methode arbeiten kann.

Der Leserweg bestimmt deshalb, was wann im Buch passieren muss.


Aus ihm lässt sich anschließend die Buchstruktur entwickeln: Kapitel bekommen eine bestimmte Aufgabe, weil sie den Leser jeweils einen Schritt weiterführen.


So wird aus einzelnen Themen und Kapiteln ein zusammenhängendes Buch.


Beispiel:


Eine Beraterin möchte Führungskräften zeigen, wie sie schwierige Mitarbeitergespräche besser führen.

Sie könnte ihr Buch nach Gesprächstechniken sortieren. Für den Leser wäre das aber möglicherweise zu früh.


Der Leserweg zeigt, dass Führungskräfte zunächst erkennen müssen, warum bestimmte Gespräche immer wieder scheitern. Danach lernen sie, Situationen besser einzuschätzen. Erst anschließend helfen konkrete Gesprächstechniken.


Die Reihenfolge entsteht damit aus dem Weg des Lesers und nicht aus der Ordnung des Fachwissens.


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​Buchstruktur

Definition:


Die Buchstruktur ist der inhaltliche Aufbau eines Buches. Sie legt fest, welche Kapitel und Abschnitte benötigt werden, in welcher Reihenfolge sie stehen und wie sie miteinander zusammenhängen.

Bei einem Expertenbuch sollte diese Struktur nicht allein danach entstehen, wie sich Dein Fachwissen thematisch sortieren lässt. Sie sollte dem Leserweg folgen.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Viele Expertinnen und Experten beginnen ihre Buchplanung mit einer Liste von Themen, über die sie schreiben könnten. Daraus entsteht schnell eine Gliederung.


Eine Themenliste ist aber noch keine tragfähige Buchstruktur.


Für jedes Kapitel sollte klar sein, warum der Leser es genau an dieser Stelle braucht und was sich durch dieses Kapitel für ihn verändert.


Vielleicht muss ein Leser zuerst einen Zusammenhang verstehen, bevor er eine Methode anwenden kann. Vielleicht braucht er zunächst Kriterien für eine Entscheidung. Oder ein Kapitel muss einen typischen Irrtum aus dem Weg räumen, damit der nächste Schritt überhaupt funktioniert.


Eine gute Buchstruktur sorgt deshalb dafür, dass Kapitel nicht nur nebeneinanderstehen, sondern aufeinander aufbauen und jeweils eine Aufgabe im Leserweg übernehmen.


Beispiel:


Eine Kommunikationstrainerin sammelt für ihr Buch Themen wie Körpersprache, Gesprächsvorbereitung, Fragetechniken, Konflikte, Feedback und schwierige Gesprächspartner.

Das ergibt zunächst nur eine Themenliste.


Erst als sie festlegt, was ihre Leser zuerst verstehen müssen, welche Entscheidungen danach anstehen und wann konkrete Gesprächstechniken hilfreich werden, entsteht daraus eine Buchstruktur.


Weiterführend


Wie Du aus Deinem Wissen eine Struktur entwickelst, die den Leser durch das gesamte Buch führt, zeige ich in „Die richtige Buchstruktur finden: So entsteht der rote Faden für Dein Expertenbuch“.


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​Kapitelaufgabe 

Definition:


Die Kapitelaufgabe beschreibt, was ein einzelnes Kapitel für den Leser leisten soll. Sie beantwortet die Frage:


Was muss der Leser nach diesem Kapitel verstanden, erkannt, entschieden oder gelernt haben, damit er den nächsten Schritt im Buch gehen kann?


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Ein Kapitel braucht mehr als ein Thema.


„Zielgruppe“, „Preisgestaltung“ oder „Mitarbeiterführung“ können Überschriften für Themenbereiche sein.


Sie sagen aber noch nicht, warum der Leser dieses Kapitel braucht und was dort mit ihm passieren soll.

Genau dafür wird die Kapitelaufgabe festgelegt.


Ein Kapitel kann beispielsweise die Aufgabe haben,

  • einen Zusammenhang verständlich zu machen,
  • einen Denkfehler aufzudecken,
  • eine Entscheidung vorzubereiten,
  • Kriterien für eine Auswahl zu vermitteln,
  • eine Methode anzuwenden oder
  • den Leser auf den nächsten Schritt vorzubereiten.


Wenn jedes Kapitel eine klare Aufgabe im Leserweg übernimmt, lässt sich auch leichter prüfen, ob Inhalte wirklich hineingehören. Ein interessanter Gedanke kann fachlich richtig sein und trotzdem für die Aufgabe dieses Kapitels überflüssig sein.


Beispiel:


Eine Beraterin plant ein Kapitel zum Thema „Delegieren“.

Die Kapitelaufgabe lautet aber nicht einfach: „Delegieren erklären.“


Sie entscheidet: Nach diesem Kapitel soll der Leser erkennen können, welche Aufgaben er weiterhin selbst übernehmen sollte und welche er sinnvoll abgeben kann.


Damit wird viel klarer, welche Inhalte, Beispiele und Übungen das Kapitel braucht und welche nicht.



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 ​Manuskript

Definition:


Als Manuskript bezeichnet man den Text eines Buches, bevor daraus die endgültige veröffentlichte Buchausgabe entsteht. Es umfasst in der Regel den vollständigen Inhalt mit Kapiteln, Überschriften und weiteren Textelementen.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Ein fertiges Manuskript ist ein wichtiger Meilenstein. Es bedeutet aber noch nicht, dass das Buch veröffentlichungsfertig ist.


Nach der Arbeit am Manuskript folgen je nach Projekt beispielsweise Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Covergestaltung und die Vorbereitung der Veröffentlichung.


Entscheidend ist allerdings, dass grundlegende Probleme nicht bis zu diesem Zeitpunkt aufgeschoben werden. Wenn erst beim fertigen Manuskript auffällt, dass wichtige Kapitel fehlen, sich Inhalte ständig wiederholen oder der Leser keinen nachvollziehbaren Weg durch das Thema findet, werden Änderungen aufwendig.


Deshalb beginnt die Arbeit an einem guten Expertenbuch lange vor dem fertigen Manuskript.


Beispiel:


Ein Coach hat 180 Seiten geschrieben und damit ein vollständiges Manuskript. Beim Lesen stellt er fest, dass mehrere Kapitel ähnliche Inhalte behandeln und wichtige Zwischenschritte für den Leser fehlen.

Das Problem liegt dann nicht in einzelnen Formulierungen. Die Struktur des Buches muss noch einmal überprüft werden.


Weiterführend


Wie Du schon vor dem fertigen Manuskript einen tragfähigen Aufbau entwickelst, zeige ich in „Die richtige Buchstruktur finden: So entsteht der rote Faden für Dein Expertenbuch“.



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​Lektorat

Definition:


Ein Lektorat ist die inhaltliche und sprachliche Überarbeitung eines Manuskripts. Dabei wird unter anderem geprüft, ob Argumentation, Aufbau und Sprache schlüssig sind und ob der Text für die vorgesehenen Leser verständlich und nachvollziehbar ist.


Je nach vereinbartem Leistungsumfang kann ein Lektorat unterschiedlich tief in den Text eingreifen.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Gerade bei einem Expertenbuch ist ein guter Blick von außen wertvoll. Wenn Du seit Jahren in Deinem Fachgebiet arbeitest, sind Zusammenhänge und Begriffe für Dich selbstverständlich, die Deine Leser möglicherweise noch nicht einordnen können.


Ein Lektorat kann beispielsweise sichtbar machen, wo Gedankenschritte fehlen, Fachwissen zu viel voraussetzt, Wiederholungen entstehen oder Beispiele benötigt werden.


Es ersetzt allerdings nicht die grundlegende Buchstrategie. Wenn Thema, Leserweg oder inhaltliche Grenze noch unklar sind, sollte das möglichst vor dem fertigen Manuskript geklärt werden.


Beispiel:


Eine Beraterin erklärt in einem Kapitel drei typische Konfliktsituationen. Für sie ist sofort klar, warum Situation zwei anders beurteilt werden muss als Situation eins. Im Lektorat fällt auf, dass genau dieses Entscheidungskriterium im Text fehlt. Sie ergänzt es und macht damit ihre fachliche Denkweise für den Leser nachvollziehbar.


Weiterführend:


Wenn Du wissen möchtest, wie Du Fachwissen so vermittelst, dass Deine Leser es nicht nur lesen, sondern einordnen können, lies Expertenbuch verständlich schreiben: Wie Du Fachwissen für Leser übersetzt“.


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​Korrektorat

Definition:


Ein Korrektorat prüft einen Text auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und formale Fehler. Je nach Auftrag können auch typografische Auffälligkeiten und einheitliche Schreibweisen geprüft werden.

Im Unterschied zum Lektorat geht es dabei nicht um Inhalt, Argumentation oder Aufbau des Buches.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Das Korrektorat gehört zu den letzten Arbeitsschritten vor der Veröffentlichung. Es sorgt dafür, dass sprachliche und formale Fehler im fertigen Manuskript gefunden und korrigiert werden.


Wichtig ist die Reihenfolge: Ein Korrektorat sollte nicht die Aufgabe bekommen, Probleme zu lösen, die eigentlich in die Buchkonzeption oder ins Lektorat gehören.


Fehlt beispielsweise ein wichtiger Gedankenschritt oder ist ein Kapitel an der falschen Stelle, kann der Text anschließend perfekt geschrieben sein und trotzdem nicht funktionieren.


Beispiel:


Dein Manuskript ist inhaltlich fertig und wurde bereits lektoriert. Im Korrektorat werden nun unter anderem Kommafehler, Tippfehler und uneinheitliche Schreibweisen korrigiert, bevor das Buch in die endgültige Produktion geht.


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​Ghostwriting

Definition:


Beim Ghostwriting schreibt eine professionelle Autorin oder ein professioneller Autor ein Buch im Auftrag einer anderen Person. Grundlage dafür sind deren Wissen, Erfahrungen, Gedanken und Materialien. Die Auftraggeberin oder der Auftraggeber wird anschließend als Autorin beziehungsweise Autor des Buches genannt.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Bei einem Expertenbuch besteht gutes Ghostwriting nicht einfach darin, vorhandenes Wissen in schöne Sätze zu verwandeln.


Zuerst muss verstanden werden, wie Du über Dein Thema denkst, welche Erfahrungen Deine Arbeit geprägt haben und was Deine Leser wirklich brauchen. Interviews, vorhandene Materialien und gemeinsame Abstimmungen bilden dafür die Grundlage.


Der Ghostwriter entwickelt daraus einen Text, der fachlich trägt und sich trotzdem nach Dir anhört.

Deshalb bleibt auch beim Ghostwriting eine Aufgabe bei Dir: Du lieferst die Expertise und triffst die wesentlichen fachlichen Entscheidungen. Der Ghostwriter übernimmt die professionelle Ausarbeitung des Buches.


Beispiel:


Eine Beraterin arbeitet seit vielen Jahren mit Führungskräften. Sie hat Vorträge, Präsentationen, Fallbeispiele und zahlreiche eigene Gedanken zu ihrem Thema, aber weder die Zeit noch den Wunsch, daraus selbst ein vollständiges Manuskript zu entwickeln.

In ausführlichen Gesprächen arbeitet die Ghostwriterin heraus, wie sie denkt, welche Unterschiede sie in ihrer Arbeit macht und welche Beispiele typisch für ihre Vorgehensweise sind. Daraus entsteht ein Buch, das ihre Expertise vermittelt und sprachlich zu ihr passt.


Weiterführend


Wie eine solche Zusammenarbeit konkret aussehen kann, zeige ich in „Ghostwriting für Unternehmer – So entsteht ein Buch, das klingt wie Du“.


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​Expose

Definition:


Ein Buch-Exposé stellt ein geplantes Buchprojekt kompakt vor. Es wird vor allem benötigt, wenn Du Dein Buch einem Verlag oder einer Literaturagentur anbieten möchtest.

Je nach Anforderungen enthält es beispielsweise Thema und Kernidee des Buches, Zielgruppe, geplanten Aufbau, Informationen zur Autorin oder zum Autor sowie Angaben dazu, warum das Buch für den vorgesehenen Markt interessant sein könnte. Häufig werden zusätzlich eine Gliederung und eine Leseprobe verlangt.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Ein Exposé soll anderen ermöglichen, Dein Buchprojekt einzuschätzen. Dafür musst Du bereits ziemlich genau wissen, welches Buch Du schreiben möchtest.


Das ist ein wichtiger Unterschied zur Buchstrategie.


Die Buchstrategie hilft Dir, grundlegende Entscheidungen über Leser, Thema, inhaltliche Grenze und Leserweg zu treffen. Das Exposé beschreibt anschließend das daraus entstandene Buchprojekt für einen bestimmten Adressaten, beispielsweise einen Verlag.


Beispiel:


Eine Beraterin möchte ein Buch über Konflikte in Führungsteams schreiben und damit gezielt Fachverlage ansprechen. Bevor sie ihr Exposé erstellt, klärt sie, für welche Leser sie schreibt, welches konkrete Problem das Buch behandelt und welchen Weg diese Leser durch das Thema nehmen sollen. Erst danach verdichtet sie diese Entscheidungen zu einem Exposé für die Verlagsanfrage.


Weiterführend:


Wenn Du noch am Anfang stehst und zunächst klären musst, welches Buch aus Deiner Expertise entstehen soll, lies „Expertenbuch schreiben: Was vor dem ersten Kapitel entschieden sein muss“.


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​Selfpublishing

Definition:


Selfpublishing bedeutet, dass Du Dein Buch ohne klassischen Verlag veröffentlichst. Du entscheidest selbst über Inhalt, Gestaltung, Preis und Veröffentlichungszeitpunkt und organisierst die einzelnen Schritte der Veröffentlichung selbst oder beauftragst dafür Dienstleister.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Selfpublishing gibt Dir viel Entscheidungsspielraum. Das kann besonders interessant sein, wenn Dein Expertenbuch eng mit Deinem Business verbunden ist und Du selbst bestimmen möchtest, wann und wie Du es veröffentlichst und einsetzt.


Dieser Handlungsspielraum bringt allerdings auch Verantwortung mit sich. Lektorat, Korrektorat, Cover, Buchsatz und technische Veröffentlichung müssen organisiert und finanziert werden. Selfpublishing bedeutet deshalb nicht, dass Du alles selbst machen musst. Es bedeutet vor allem, dass Du die Verantwortung für den Veröffentlichungsprozess behältst.


Beispiel:


Eine Unternehmensberaterin möchte ihr Buch regelmäßig nach Vorträgen einsetzen und ausgewählte Exemplare an Interessenten schicken. Außerdem möchte sie selbst entscheiden können, wann eine überarbeitete Ausgabe erscheint. Für sie kann Selfpublishing sinnvoll sein, weil sie diese Entscheidungen nicht mit einem Verlag abstimmen muss.


Weiterführend:


Wenn Du noch überlegst, welcher Veröffentlichungsweg zu Deinem Buch passt, lies „Expertenbuch: Selbst veröffentlichen oder Verlag? Was ist besser für Dein Marketing?“.


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​KDP Kindle Direct Publishing 

Definition:


KDP steht für Kindle Direct Publishing und ist die Selfpublishing-Plattform von Amazon. Darüber kannst Du Bücher ohne klassischen Verlag als E-Book und gedruckte Ausgabe veröffentlichen und über Amazon verkaufen.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


KDP übernimmt die technische Bereitstellung und den Vertrieb über Amazon. Bei gedruckten Büchern wird das Exemplar in der Regel erst produziert, wenn es bestellt wird. Du musst also keine größere Auflage vorfinanzieren oder lagern.


Du entscheidest innerhalb der Vorgaben von KDP unter anderem über Buchformat, Verkaufspreis und Veröffentlichungszeitpunkt. Auch spätere Änderungen sind möglich.


KDP übernimmt allerdings nicht die Aufgaben, die vor der Veröffentlichung aus einem Manuskript ein professionelles Buch machen. Für Lektorat, Korrektorat, Cover und Buchsatz bist Du beim Selfpublishing selbst verantwortlich beziehungsweise beauftragst entsprechende Dienstleister.


Beispiel:
Ein Berater hat sein Expertenbuch professionell lektorieren, gestalten und setzen lassen. Statt eine größere Auflage drucken zu lassen, veröffentlicht er die Printausgabe über KDP. Exemplare werden bei Bestellung produziert und über Amazon ausgeliefert. Für eigene Veranstaltungen kann er zusätzlich Autorenexemplare bestellen.


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​ISBN

Definition:


Die ISBN ist eine eindeutige internationale Nummer zur Identifikation von Büchern. Sie hilft dabei, einen Titel eindeutig einem bestimmten Buch, einer Ausgabe und einem Verlag beziehungsweise Herausgeber zuzuordnen.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Wenn Dein Buch regulär über den Buchhandel oder über Selfpublishing-Plattformen vertrieben werden soll, ist eine ISBN häufig Teil des Veröffentlichungsprozesses.

Wichtig ist dabei:


Eine ISBN sagt nichts über die inhaltliche Qualität Deines Buches aus. Sie ist vor allem ein technisches und bibliografisches Kennzeichen.


Je nach Veröffentlichungsweg kann Dir eine ISBN zur Verfügung gestellt werden oder Du beantragst selbst eine eigene. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, wie Du Dein Buch veröffentlichen und unter welchem Namen beziehungsweise welcher Herausgeberschaft Du auftreten möchtest.


Beispiel:


Du veröffentlichst Dein Expertenbuch über eine Selfpublishing-Plattform. Dort kannst Du für die Printausgabe eine bereitgestellte ISBN nutzen oder eine eigene ISBN verwenden. Beide Varianten ermöglichen die eindeutige Zuordnung des Buches. Welche besser passt, hängt von Deinem Veröffentlichungsmodell ab.


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​Buchmarketing 

Definition:


Buchmarketing umfasst alle Maßnahmen, mit denen ein Buch seine potenziellen Leser erreicht. Dazu können beispielsweise die eigene Website, Newsletter, Social Media, Pressearbeit, Veranstaltungen, Vorträge, Kooperationen oder Werbung gehören.


Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt davon ab, für wen das Buch gedacht ist und welche Aufgabe es übernehmen soll.


Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Bei einem Expertenbuch beginnt Buchmarketing nicht erst am Veröffentlichungstag.

Wenn Du Dein Buch später gezielt in Deinem Business einsetzen möchtest, sollte schon bei der Planung klar sein, welche Menschen es erreichen soll und in welchen Situationen sie mit dem Buch in Kontakt kommen können.


Ein Expertenbuch kann beispielsweise vor einem Erstgespräch verschickt, nach einem Vortrag empfohlen, bei Veranstaltungen eingesetzt oder von bestehenden Kunden weitergegeben werden.


Damit wird Buchmarketing nicht zur Sammlung möglichst vieler Werbemaßnahmen. Entscheidend ist, wie das Buch sinnvoll zu den Menschen gelangt, für die es geschrieben wurde.


Beispiel:


Ein Unternehmensberater schreibt ein Buch für Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen. Nach einem ersten Gespräch verschickt er nicht grundsätzlich sein Buch an jeden Interessenten. Wenn ein bestimmtes Problem zur Situation des Interessenten passt, empfiehlt er gezielt zwei Kapitel, in denen er genau dieses Problem behandelt.


Das Buch bekommt damit eine konkrete Aufgabe im Kontakt mit einem potenziellen Kunden.


Weiterführend


Wie ein Expertenbuch konkret an verschiedenen Stellen der Kundengewinnung eingesetzt werden kann, zeige ich am Beispiel von Carl in Vom Zweifel zum Erfolg: Carls Weg zum ultimativen Kundenmagneten“.


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​Beta-Leser

Definition:


Beta-Leser lesen ein Manuskript oder größere Teile davon vor der Veröffentlichung und geben Rückmeldung aus Sicht der späteren Leser.


Anders als beim professionellen Lektorat geht es dabei nicht um eine systematische sprachliche oder redaktionelle Überarbeitung, sondern um die Wirkung und Verständlichkeit des Buches beim Leser.

Was bedeutet das für Dein Expertenbuch?


Beta-Leser sind besonders hilfreich, wenn sie Deiner tatsächlichen Zielgruppe möglichst nahekommen.


Sie können Dir beispielsweise zeigen:


  • Wo sie etwas nicht verstehen
  • an welchen Stellen ihnen ein Zwischenschritt fehlt
  • welche Beispiele besonders hilfreich sind
  • wo Fragen offenbleiben
  • welche Passagen sich wiederholen oder unnötig lang wirken


Weniger hilfreich ist die allgemeine Frage: „Wie findest Du mein Buch?“


Besser sind konkrete Fragen dazu, was der Leser verstanden hat, wo er ausgestiegen ist und was er nach einem Kapitel anders sieht oder tun kann.


Beispiel:


Eine Beraterin lässt drei Führungskräfte aus ihrer Zielgruppe ein Kapitel lesen. Zwei verstehen einen Fachbegriff anders, als sie ihn gemeint hat. Außerdem fehlt ihnen ein konkretes Beispiel, um das vorgestellte Modell auf ihre eigene Situation zu übertragen.

Diese Rückmeldung zeigt ihr ziemlich genau, wo sie nacharbeiten sollte.


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